• 22. - 25. Jänner 2020
  • Messezentrum Salzburg

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S C H L U S S B E R I C H T - CASA 2018 und Premiere der TIMBA+ in Salzburg - Synergiereiches neues Messe-Duo

© Reed Exhibitions/Andreas Kolarik

Da steppte der Bär! |Tripple-Rekord bei Besuchern, Ausstellern und Fläche | Rekordbeteiligung bei Europameisterschaft der Präparatoren

SALZBURG (30. Jänner 2018). – Im Messezentrum Salzburg erlebte vom 24. bis 27. Jänner d.J. ein spannendes – in dieser Konstellation neues - Fachmesse-Duo seine Premiere. Denn zeit- und ortsgleich zur seit Jahrzehnten etablierten CASA, der internationalen Fachmesse für kreatives Wohnen, Einrichten & Lifestyle, feierte die neue Fachmesseplattform für Holz, Handwerk und Handel, TIMBA+, ihr Debut. Die CASA gilt längst nicht nur als bedeutendste Einrichtungsfachmesse und nationale Branchenplattform Österreichs, sie genießt darüber hinaus als hochkarätige interregionale Fachmesseplattform auch bei Fachbesuchern aus dem süddeutschen Raum, aus Norditalien und den östlichen Nachbarländern, vor allem Slowakei, Tschechien und Slowenien, einen ausgezeichneten Ruf. Hintergrund der Idee von Veranstalter Reed Exhibitions, die neue Fachmesse TIMBA+ parallel zu setzen war, die Zielgruppenansprache insgesamt zu erweitern und vor allem dem ambitionierten, gestaltungsfreudigen und designaffinen Tischlerhandwerk eine Plattform und damit der gesamten Einrichtungsbranche zusätzliche Inspirationen zu bieten. Insgesamt 9.216 Profis aus Handwerk und Handel, davon ein Drittel aus dem Ausland, nutzten diese neue Fachmessekombination, an der sich 270 Aussteller beteiligten.

Stimmige Themenkombination

„Die Themenkombination von CASA und TIMBA+ ist inhaltlich stimmig und passt konzeptionell, denn sie bietet exzellenten wechselseitigen Mehrwert. Die Gewerke verschmelzen immer enger und bieten dem Endkunden immer mehr Leistung aus einer Hand“, unterstreicht Benedikt Binder-Krieglstein, CEO von Veranstalter Reed Exhibitions. Er verweist dabei auf die Resultate der Fachbesucherbefragung. Dieser zufolge fanden zwei Drittel der Fachbesucher (66,9 %) die Parallelität und Themenkombination der beiden Messe sehr gut (Schulnoten 1 u.2). Danach befragt, welcher Messe ihr Hauptinteresse gelte, nannten 41,6 Prozent die CASA, 38,3 Prozent die TIMBA+ und 20,1 Prozent beide Fachmessen. „Daraus wird deutlich ersichtlich, dass die Themen-Synergien gegeben sind, denn viele haben anschließend die jeweils andere Messe besucht. Dies birgt bei der TIMBA+, wo wohl die thematische Ausgewogenheit gegeben war, aber die Quantität deutlich Luft nach oben hat, weiteres Wachstumspotenzial; vor allem im Tischlerei-Segment können wir dies heben. Der Bedarf an einer starken heimischen Branchenplattform ist da, doch der Start ist meist schwierig, daher ist uns bewusst, dass noch ein weiter Weg der Aufbauarbeit in der Kundenansprache und –motivation vor uns liegt“, so Binder-Krieglstein. 

Hochkarätige HOLZBAU Thementage

Entsprechend der thematischen Ausrichtung der TIMBA+ fanden am Vormittag des 25. und 26. Jänner spezielle, auf die Interessen von Holzbauunternehmen ausgerichtete HOLZBAU Thementage statt, die sich im Speziellen auch an Planer, Architekten, Bausachverständige von Gemeinden und Ländern sowie Vertreter von Baunebengewerben richteten. Dabei gab es an zwei Halbtagen ein für die mehr als hundert Teilnehmer ein maßgeschneidertes, praxisorientiertes Programm mit Vorträgen, Expertengesprächen und Diskussionen.

Prägnant, praxisnah und aktuell wollten sie sein, und den Vorsatz haben die HOLZBAU Thementage wahrlich in die Tat umgesetzt. Die Vorträge und die hochkarätig besetzten Gesprächsrunden empfand das Publikum höchst abwechslungs- und erkenntnisreich. Innungsmeister Hermann Atzmüller ortete vielfältige, aber bewältigbare Herausforderungen und betonte die Wichtigkeit einer funktionierenden Sozialpartnerschaft. Die an der Podiumsrunde teilnehmenden Fachjournalisten aus den DACH Ländern sahen eine gute Marktlage, allerdings vermissten sie bei den Holzbauern ein professionelles Marketing, um das Image bei den Endkunden und Nachwuchsfachkräften zu verbessern. Univ.Prof. Tom Kaden präsentierte in einem fulminanten Vortrag seine Pläne für die Stiftungsprofessur für Holzbau und Architektur an der TU Graz, wobei der urbane Holzbau und die serielle Vorfertigung eine großen Stellenwert haben.

In der anschließenden Gesprächsrunde erwähnte Dr. Rainer Miluktits vom Österreichischen Institut für Bautechnik eine mögliche Einführung der OIB 7, die die nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen behandelt, was einen großen Vorteil für den Holzbau bedeuten würde. In der Runde wurde auch der große Wunsch nach einer neuen Beurteilung des Brandschutzes geäußert, wo der Schutz der Bewohner und nicht des Gebäudes im Vordergrund steht.

Der zweite Thementag stand ganz im Zeichen des hochinteressanten Vortrags von Univ.Prof. Gerald Goger und DI Harald Urban vom Institut für interdisziplinäres Bauprozessmanagement der TU Wien. Sie stellten aktuelle Ergebnisse ihres Projekts zu den Potenzialen der Digitalisierung im Bauprozess vor. Wichtigste Aussage ist, dass die Baubranche bezüglich Digitalisierung noch ordentlich nachhinkt, allerdings große Chancen sieht. Große Bedenken gibt es jedoch bei der Datensicherheit. Diese Ansicht teilten auch die Teilnehmerinnen der Gesprächsrunde zum Thema BIM, wobei Arch. DI Christine Horner als BIM-Expertin die (noch zu) großen Erwartungen an BIM dämpfte und betonte, dass es noch viel mehr rechtlicher und normativer Rahmenbedingungen für eine koordinierte Zusammenarbeit aller Akteure an einem digitalen Modell bedürfte. Die Grundidee von BIM ist jedoch im Holzbau durch die standardmäßige 3D Planung schon sehr gut integriert. Gerade die Digitalisierung stellt die Aus- und Weiterbildung im Holzbau vor große Herausforderungen. Arch. DI Marin Aichholzer  und vom FH Campus Wien und Mag. Veronika Müller vom Masterlehrgang überholz der Kunstuniversität Linz teilten die Meinung aller TeilnehmerInnen der Gesprächsrunde, dass die institutionellen Bildungseinrichtungen sich darauf konzentrieren sollten, das Grundlagenwissen eindringlich zu vermitteln und Voraussetzungen zu schaffen, damit sich die Schülerinnen und Studierenden ständig weiterbilden können. Lebenslanges Lernen wird immer mehr im Mittelpunkt stehen, hier sind auch die Betriebe gefordert, ihre Mitarbeiter dahingehend zu motivieren und zu unterstützen.

Als Resümee der HOLZBAU Thementage lässt sich sagen, dass der Holzbau für die Digitalisierung bestens gerüstet ist und auch die gesetzlich-normativen Rahmenbedingungen sich immer mehr den Möglichkeiten des Holzbaus annähern. Die vielen Studierenden der FH Salzburg im Publikum zeigten durch ihr Engagement, dass der Holzbau sich um seine Zukunft nicht sorgen muss.

Gemeinsame Netzwerk-Lounge

Als Schnittpunkt zwischen beiden Messen und zentrale Kommunikationszone fungierte die Netzwerk-Lounge in Halle 10, wo auch für kulinarische Verpflegung gesorgt war. Hier fand auch der Netzwerkabend in enger Zusammenarbeit mit den Bundesinnungen aller vertretenen Branchen statt.

Sieger des Bundeslehrlingswettbewerbs der Bodenleger kommt aus Tirol

In Halle 10 ging am Donnerstag und Freitag am Stand der Bundesinnung der Bodenleger auch der Bundeslehrlingswettbewerb über die Bühne. Der Bodenlegerabend am Freitag (26. Jänner) bildete zugleich den krönenden Abschluss des Wettbewerbes, aus dem Michael Maurer von der Tischlerei Gitterle aus Landeck in Tirol als Sieger hervorgegangen ist. Tags zuvor hatte Besko in Halle 6 zum traditionellen Abendevent geladen.

Hohe Zufriedenheit mit beiden Fachmessen

Auch dies ein Votum für die stimmige Themenkombination von CASA und TIMBA+: Bei der Fachbesucherbefragung zeigten sich fast vier von fünf Interviewten (78,3 %) mit beiden Messen insgesamt sehr zufrieden (Noten 1 u. 2; plus 3 = 96,8 %), 93 Prozent wollen die Messekombi weiterempfehlen, und 86,9 Prozent meinten, vom Messebesuch profitiert zu haben. Sieben von zehn Befragten (71,1 %) hatten neue Produkt und/oder Anbieter gefunden, zwei von fünf Befragten (40,5 %) nutzten die Messe zu Einkäufen oder Orders vor Ort, und 62,2 Prozent wollen auf Basis des Messebesuchs zu einem späteren Zeitpunkt ihre (weiteren) Dispositionen treffen.

Das Fachbesucherspektrum rekrutierte sich aus einer Vielzahl von Wirtschaftsbereichen, wobei Handel und Handwerk der Raumausstattersparte (23,8 %), Tischler (19,8 %), Boden- und Teppichleger (12,4 %), Holzbau (8,3 %), Möbel- und Einrichtungsfachhandel (6,0 %), Zimmereien (4,1 %), Haus- und Heimtextilienhandel (4,1 %), Designer und Dekorateure (4,5 %) sowie Innnenarchitekten und technische Büros (3,7 %) das Ranking anführen. Nach Status und Funktion im Betrieb bildeten Selbständige (33,9 %) die größte Besuchergruppe, gefolgt von den Bereichen Produktion (16,9 %), Geschäftsführung (15,3 %), Vertrieb/Verkauf (10,9 %), Einkauf (10,3 %) und Marketing (3,34 %). Die Entscheiderquote lag dementsprechend hoch bei 66,6 Prozent (ausschlaggebend und mitentscheidend; plus beratend = 88,5 %).

Positive Konjunkturstimmung

Auf die Frage nach der aktuellen wirtschaftlichen Situation ihrer Branchen zeigten 78,6 Prozent sehr zufrieden (Noten 1 u. 2; plus 3 = 95,8 %). Mit einer deutlichen Verbesserung in den nächsten zwölf Monaten rechnen 68,9 Prozent (plus 3 = 95,9 %).

TIMBA+-Aussteller: Eine wichtige Messe in Österreich

Bmst. Ing. Hermann Atzmüller, Bundesinnungsmeister Holzbau: „Der Start der Timba+ ist gut gelungen. Auch wenn die Besucherzahl noch ausbaufähig ist, waren die Besucher die hier waren sehr an den Themen interessiert. Auch die Holzbau Thementage waren wirklich hochkarätig, sei es von den Inhalten oder auch von den Vortragenden. Unsere Aufgabe wird sein, in 2 Jahren unsere Leute wieder zu aktivieren. Ich kann es nur jedem empfehlen die Messe wahrzunehmen.“

Günther Schweiger, MBA, Geschäftsführer Speedmaster Möbelteile: „Als Aussteller auf einer Messe erhofft man sich im Vorfeld viele Besucher und deren Interesse an neuen Produkten. Erfreulicherweise können wir das nun am Ende der Messe bestätigen und sind sehr glücklich, dass wir zahlreiche Kunden und Interessenten auf unserem Messestand begrüßen durften. Für Speedmaster ist eine Messe die ideale Plattform, um Neuheiten vorzustellen, für Gespräche mit unseren Kunden und vor allem ist es auch eine gute Gelegenheit, um uns persönlichen für die gute Zusammenarbeit zu bedanken. Dabei konnten wir auch eine positive Stimmung in Hinblick auf eine gute Auftragslage wahrnehmen. Es war für uns die richtige Entscheidung, diese Messe als Aussteller zu besuchen.“

Klaus Müller, Leitung Marketing, Kommunikation, Michael Weinig AG: „Dank unserer aktiven Akquise zur Messe TIMBA+ sind wir zufrieden. Wir konnten unsere Messeziele erreichen.“

Jane Beryl-Simmer, MBA, Geschäftsführende Gesellschafterin, SIHGA: „Die Holzbau-Fachmesse im traditionellen Holzbauland Österreich! In geografisch sehr guter Lage und zur optimalen Zeit im ersten Kalendermonat, wurde diese Holzbau-Fachmesse gekoppelt mit einem attraktiven Holzbau-Thementage-Programm gestartet. Erste, zahlreiche, Besucher aus Österreich und Deutschland fanden sich trotz sehr guten Bauwetters und vorsichtiger Messe-Publikation im Vorfeld ein. Ein mutiger erster Schritt aller Beteiligten! Damit sind die Weichen für eine wichtige Fachmesse in Österreich gestellt!“

CASA-Stimmen: Blicken auf eine sehr erfolgreiche Messe zurück

Ing. Georg Mayrhofer, Bundesinnung der Bodenleger: „Für uns als Innung ist die CASA ein extrem wichtiges Mittel. Nicht nur um Kontakt zu unseren Mitgliedern zu halten, sondern auch im Zuge des Bundeslehrlingswettbewerbes der Bodenleger, der ohne die Mithilfe und Organisation von Reed Exhibitions nicht in diesem Maße ausgeübt werden könnte. Auch der 2-Jahres-Rhythmus hat sich durchaus bewährt und wurde von den Besuchern als auch von den Ausstellern gut angenommen.“

Mag. Stefan Fessl, SONNHAUS GmbH: Auf der CASA 2018 war eine extrem positive Stimmung zu vermerken, die sich bei allen Kunden durchgezogen hat. Wir waren sehr gut besucht und konnten mit unseren neuen Kollektionen beeindrucken und begeistern. Für uns ist die CASA ganz klar die wichtigste Messe für die Einrichtungsbranche in Österreich und für viele Gebiete angrenzender Länder, speziell Deutschland, Italien, Slowenien, Slowakei. Für uns ist der Zuspruch durch unsere Kunden das absolute Highlight. Wir bemühen uns kontinuierlich unseren Service und unser Produktsortiment zu verbessern und es ist sehr motivierend, wenn das von unseren Kunden geschätzt wird.

 

Norbert Hinterleitner, Landegger LTF Warenhandels GbmH: „Wir blicken auf eine sehr erfolgreiche CASA 2018 zurück. Es konnten um 14% mehr Kunden angesprochen werden. Besonders stark waren der Donnerstag und Freitag. Die CASA hatte heuer einen extrem wichtigen Stellenwert für uns. Es ist gelungen, den Kunden unsere Fokussierung auf individuelle Produkte die für den Händler einen echten Mehrwert bringen, sehr gut darzustellen. Zum Schluss möchte ich mich für die hervorragende Messeorganisation und die perfekte Betreuung herzlich bedanken.“

Manfred Judex, Bundesinnungsmeister, Bundesinnung der Tapezierer: „Die CASA war wieder das Messehighlight für uns Tapezierer und Raumausstatter. Es gibt keine vergleichbare Messe, die ein derart breites Spektrum an Ausstellern bietet. Ich finde auch die Kombination CASA und TIMBA+ als sehr gute Idee.“

2019 ist wieder belétage-Jahr

Während im kommenden Jahr CASA und TIMBA+ turnusgemäß Pause machen steht als  nächster Branchentermin im Jahr 2019 die belétage auf dem Programm. Der Event für Stoffe & Design wird am 27. und 28. Jänner 2019 im Salzburg Congress in Szene gehen. (+++)

 

*) Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form in Ausführung des Art. 7 B-VG auf Frauen und Männer in gleicher Weise.

Vorherige Meldungen

P E R S O N A L I E - Staffelübergabe: Clara Wiltschke übernimmt ab 2019 Category Management von CASA und belétage

SALZBURG (24. April 2018). - Langzeit-Category Manager Wilfried Antlinger, der über viele Jahre die Geschicke der Branchenleitmesse CASA sowie der belétage in Salzburg erfolgreich geleitet hat, wird sich im Juni 2019 in die wohlverdiente Pension verabschieden. Er gibt bis dahin sukzessive das Staffelholz an seine Reed Exhibitions-Kollegin Clara Wiltschke (27) weiter, die das Thema als Category Managerin im kommenden Jahr übernimmt.