• 22. - 25. Jänner 2020
  • Messezentrum Salzburg

Aktuelle Pressemitteilungen

SCHLUSSBERICHT:

CASA 2020 in Salzburg:

Ein exzellenter Boden für die Raumgestaltungsbranche

© Reed Exhibitions/Sebastian Datzreiter

SALZBURG (29. Jänner 2020). – Die diesjährige Ausgabe der CASA, der Branchentreff für Raumausstatter und -gestalter, besuchten von 22. bis 25. Jänner 2020 exakt 7.080 Fachbesucher*), 42 % reisten aus dem Ausland an. Mehr als 140 Aussteller nutzen die Plattform zur Präsentation ihrer Produkte. „Ausstellerschaft und Innungen stehen zur CASA. Das hat der erfolgreiche Messeverlauf bestätigt. Die Branche braucht und will diese Fachmesse,“ sagt Dr. Barbara Leithner, Managing Director für B2B-Messen bei Veranstalter Reed Exhibitions. „Die bereits begonnene Weiterentwicklung der CASA war ein richtiger und wichtiger Schritt, den wir für die nächste Edition fortsetzen.“

Starker Branchenauftritt in einer gemeinsamen Messehalle

Mit der Übersiedlung in die Halle 10 des Messezentrum Salzburg hat Reed Exhibitions die Messe neu aufgeplant und das komplette Angebot der CASA übersichtlich in einer Halle inszeniert. Eine weitere Neuheit war das Kommunikationszentrum mit Impulsvorträge zu Trendthemen der Branche. Integriert waren ebenso zwei Design-Cubes, die Wohnraum-Materialen und Einrichtungs-Tipps zu den Themen Natur und Art Deco anschaulich darstellten.

CASA setzt auf Lehrlinge

Großen Wert legt die CASA traditionell, gemeinsam mit der Bundesinnung der Bodenleger, auf die Förderung des Nachwuchses. Beim Bundeslehrlingswettbewerb wurde Dominik Schwaiger (Fetz GmbH, Stmk.) als bester heimischer Lehrling gekürt. Mohamad Al Salama (XXX Lutz KG, NÖ) und Michael Drebers (Fetz GmbH, Stmk.) kamen auf Platz 2 und 3.

Besucherbefragung: Solides Fundament an Stammbesuchern

Die Besucherbefragung zeigte, dass die CASA mit 54,2 % über ein überdurchschnittlich hohes Fundament an Stammbesuchern verfügt. 57,3 % der Besucher waren selbständige Unternehmer, 16,8 % kamen aus dem Produktionsbereich und jeder Zehnte aus dem Vertrieb/Verkauf. Drei Viertel der Befragten zeigten sich mit der CASA 2020 insgesamt sehr zufrieden, und mehr als die Hälfte (57,3 %) nutzte die Messe gleich zu Einkäufen und Bestellungen vor Ort. 84,7 % der Befragten zeigten sich mit der derzeitigen wirtschaftlichen Situation ihrer Branche sehr zufrieden. Und immerhin sieben von zehn Befragten rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit einer deutlichen Verbesserung der Entwicklung.

Stimmen der Aussteller: CASA ist unverzichtbar

Seitens der Aussteller und der Innungen genießt die CASA einen hohen Stellenwert. So erklärte Mag. (FH) Martin Widy, Landesinnungsmeisterstellvertreter der Maler und Tapezierer & Berufsgruppensprecher der Tapezierer für NÖ: „Die CASA ist ein Netzwerk- und Branchentreffen der besonderen Art. Ich finde es sehr gut, dass sich die CASA nun in einer Halle präsentiert, da sieht man, dass wir eins sind. Wir als Innung können uns bei der CASA präsentieren und zeigen, dass wir für unsere Mitglieder da sind. Wir bringen Leute zusammen und bilden die Verbindung zwischen Industrie und Kunden.“ Und Peter Ullmann von der Bundesinnung der Maler und Tapezierer ergänzte: „Eine grundsolide Ausbildung und eine zeitgemäße Weiterbildung bis zur Meisterprüfung ist unser Weg in die Zukunft.“

Auch Ing. Georg Mayrhofer von der Bundesinnung der Bodenleger sieht die CASA für die Innung „als extrem wichtig an, nicht zuletzt, weil wir hier alle zwei Jahre unseren Bundeslehrlingswettbewerb der Bodenleger abhalten. Für uns ist die CASA nicht wegzudenken, und wir sehen sie als optimale Netzwerkplattform. Die Branche braucht die CASA und wir stehen auch zum Zwei-Jahres-Rhythmus. Ich würde mir wünschen, dass alle namhaften Lieferanten der Bodenbelagsbranche sich das zu Herzen nehmen und bei der nächsten CASA 2022 ausstellen.“

Auch Mag. Gerhard Fessl, geschäftsführender Gesellschafter der SONNHAUS GmbH zog eine positive Bilanz: „Wir hatten einen sehr guten Zulauf bei der CASA 2020. Auch der neue Auftritt in Halle 10 ist gut. Es ist immer eine gute Gelegenheit für Sonnhaus, sich hier alle zwei Jahre einem breiten Fachpublikum zu präsentieren. Die CASA hat für uns einen sehr hohen Stellenwert und bietet einfach auch der Führungsmannschaft und den Produktmanagern von Sonnhaus die Möglichkeit, starke Kundenkontakte zu pflegen. Der deutsche Zuspruch war heuer auch recht gut.“

Ähnlich positiv resümierte auch Werner Hanisch, Geschäftsführer, LEHA GmbH: „Das moderne Ambiente der neuen Halle verleiht der CASA ein internationales Flair. Bei LEHA traf sich die Branche in gediegener und gemütlicher Atmosphäre. Während der vier Messetage durften wir an die 2.000 Fachbesucher begrüßen.“

Die nächsten Branchentermine:

Premiere der belétage hamburg 2020 und belétage 2021 in Salzburg

Der nächste Reed-Branchentermin steht unmittelbar bevor: die Premiere der belétage Hamburg am 4. und 5. Februar d.J. in der Kuppel Hamburg. Und in einem Jahr findet die belétage im Salzburg Congress von 31. Jänner bis 1. Februar 2021 statt.

FACHTEIL

Die Wohntrends: Nachhaltigkeit heißt das Riesenthema

Als Fachmesse für kreatives Wohnen, Einrichten und Lifestyle fühlt sich die CASA dem Trend der Zeit verpflichtet: Nachhaltigkeit. Wer es irgendwie begründen kann, verweist auf ökologisch astreine Produktion, ebensolchen Materialeinsatz, auf neue Kunststoffe, entwickelt aus natürlichen Komponenten, Ressourcenschonung und, wer kann, zeigt auch sozial annehmbare Herstellungsmethoden auf. Etliche Aussteller sind diesen Themen länger schon zugetan, andere bemühen sich. Der Kunde und letzten Endes der Endverbraucher ist hellhörig geworden.

Know-how und Qualität

Qualität und Style, Ware und Verarbeitung werden getoppt von Fashiontrends – alles in allem fügt sich das moderne Wohnen zu einem hochwertigen Wohn-Erlebnis, was übrigens auch in der CASA-Vortragsreihe zum Ausdruck kam. Wohn- und Arbeitsräume beeinflussen unser Dasein, Wohlbefinden, Konzentration, Leistungsfähigkeit bis hin zu persönlichen Beziehungen.

Beginnen wir beim Boden. Holzböden sind seit Jahren im Trend, ungebrochen. Favorit ist Eiche in allen Tönungen, von geweißt und grey washed bis dunkel burned und gewachst, mit gerillten Oberflächen, rustikalen oder fein geschliffenen Flächen. Holz auch für die Wand, urig – etwa kontrastiert mit fein glänzenden Velouren. Massives Holz importierter, ökologisch angebauter Laubhölzer macht sich chic im Außen-, Terrassen- und Poolbereich.

„Marmor, Stein und Eisen“ – alles Design

Vielfältige Holzbilder werden auch im Bereich der Designböden angeboten, in Vinyl, und obwohl keine Spur von „Natur“ sind sie hochbegeht. Designvielfalt von Holz bis Stein, von X-large-Parkett („französischem Fischgrat“ oder „Hungarian Point“) zu sämtlichen anderen Holzformationen, Looks à la Marmor, Beton und Metall und obendrein höchste Strapazierfähigkeit sowie das Preisgefüge sprechen für Designböden. Hybrid-Böden mit textiler Anmutung, aber nicht Textil und nicht Plastik, kreativ bedruckt, vereinen stofflich-weiches Gehen und einfachste Reinigung.

Parallel zu den Synthetik-Böden steigt der Stern von Linoleum weiterhin an: CO2-neutral hergestellt, zu 98 % aus natürlichen Rohstoffen, in einer Vielfalt neuer Dessinierungen und Farben, findet Linoleum nicht nur im Privatbereich, sondern zunehmend auch in der Objektausstattung, wie Büros oder Krankenhäusern seinen Einsatz. Bio-Boden wird zum Stichwort bei einem Polyurethan-Bodenbelag, der laut Anbieter zum überwiegenden Teil aus Pflanzenölen und natürlich vorkommenden Mineralkomponenten hergestellt wird, bei hoher Belastbarkeit, made in Germany. Ein neuer B2B-Webshop bietet Fach- und Großhändlern Übersicht.

Die Natur zu Füßen: Teppiche mit Tradition

Edle, größtenteils handgefertigte Wollteppiche aus heimischer Produktion nehmen die Farbtrends auf: helle bis mittlere Naturtöne, Kiesel, Granit und Anthrazit. Dazu bunt genoppte, unregelmäßige Streifen, ähnlich dem Vorbild „Fleckerlteppich“. Naturfasern wie Sisal oder Kokos gibt es in groben Strukturen, zunehmend auch in feineren Warenbildern. Handgeflochtene Zopfteppiche vermitteln den Charme früher amerikanischer Siedlerhäuser.

Wand- und Fensterbekleidung

Teils auch für Böden geeignet, vorwiegend jedoch der Wand zugedacht sind Betonpaneele – sehen nur aus wie Beton – sowie Ziegel und Steinwände, von Steinchen bis Brocken, für Drinnen und Draußen, federleicht und simpel anzubringen. Nur für Innen konstruiert sind künstliche „Stuck“-Verzierungen, mauretanisch, barock oder sachlich geformt.

Originell, natürlich und ungewohnt: Baumrindenvlies aus Uganda wirkt auf den ersten Blick wie Fell, teils zusammengepatcht mit groben Stichen, in satten Brauntönen eingefärbt. Dieser archaische Biowerkstoff, das „älteste Textil der Menschheit“, ist als UNESCO-Kulturerbe deklariert und macht enormes „Wetter“ als Wandverkleidungen.

Auch Wände haben Pep: „Romantik kommt wieder, mehr Drucke, mehr Farben“, erklärt ein Tapetenanbieter.

Tropische Dessins und feine Webmuster

Neben sanften, vorwiegend hellen Naturtönen fallen im Sektor Dekorstoffe markante Muster auf: Tropische Strand- und Dschungelbilder, Philodendren, Palmen, Papageien und Elefanten. Wer’s heimatlicher will, setzt auf Flugenten, Farne und Teufelskrallen – großzügig und farbstark inszeniert auf hellem oder schwarzem Fond. Oder zart verschwimmend im Aquarell-Look. Und wer’s dezenter will, begeistert sich für Graphics oder neuinterpretierte Motive der Wiener Werkstätten in munteren Pastells, entdeckt den Jugendstil in modulierter Weise oder lässt sich von uralten Dirndlmodeldrucken in neuzeitlicher Komposition und Farbstellung überraschen. Häufig zu sehen: Fischgratdessins in allen Größen und Feinheiten, meist Ton-in-Ton.

Immer schon natürliche Ware

Hersteller, die immer schon auf „cleane“ Ware und Herstellung setzten, schwimmen jetzt nicht auf einer Welle mit, sondern überzeugen, sind glaubwürdig. Einer davon hat sich seit jeher Leinen und Wolle verschrieben, lässt in kleinen Manufakturen stets neue bzw. wieder entdeckte Techniken anwenden, bringt edle Materialbilder und Strukturen hervor: (semi-) transparentes Leinen für Vorhänge, weiches Leinen für Bezugsstoffe, Leinen-Velours, Leinen mit feinen Webmustern, Leinen-Damast mit dem Glanz des Kalandrierens. Nicht nur Träger des Siegels „Masters of Linnen“ wissen: Flachs wird pestizidfrei angebaut und braucht wenig Wasser (im Unterschied zu Baumwolle).

Sonnen-, Insekten- und Tierschutz

Beim Sonnenschutz hält die Akku-Motorisierung Einzug. Der Motor wird in die obere Jalousienleiste eingebaut. Über die Steckdose aufgeladen (also kein Elektroeinbau notwendig), hält die Chose für ein halbes Jahr. Sonnenschutz lässt sich zunehmend über Alexa, Smartphone und Tablet steuern, egal wie weit entfernt man zurzeit grade ist. Insektenschutz wird zum Tierschutz: „Wir halten die Tierchen raus und sparen dadurch Insektengifte ein“, erklärt ein Aussteller, der feinste, fast unsichtbare Gitter ausstellt, mit immer klarer Sicht, weil nicht verschmutzend, außerdem in allen denkbaren Sonderformen erhältlich.

Ökologisch ins Licht gesetzt

Um Öko-Licht zu haben, muss man nicht zu Kerzen greifen. Öko-LED-Lampen sind abbaubar, weil sie auf Lignin- oder Milchsäure-Basis hergestellt sind. Kunststoff der edlen Sorte, milchig oder klar geriffelt, seidig glänzend. Teils mit Holzfasern angereichert, sehen sie aus und duften auch wie Holz. Die Lampen leuchten in natürlichem Tageslichtton, orientiert an der sommerlichen Nachmittagssonne von etwa 16 Uhr. Der zusätzliche Hit: Das Licht lässt sich dem natürlichen Licht des 24-Stunden-Tageslaufs angleichen. Also morgens höherer Blauanteil, der macht munter, dann wandelt sich das Licht im Lauf des Tages zum warmen Abendlicht mit geringem Blauanteil. Das weckt die Melatoninproduktion für guten Schlaf. Die Lampe ist intelligent und weiß stets, wie spät es im Moment ist, auch wenn sie grade eingeschaltet wurde.

Standort Österreich

Das Durchhalten hat sich gelohnt. Ein heimischer Hersteller, der seit bald 100 Jahren Qualitätspolstermöbel auf den Markt bringt, blieb in Zeiten, wo andere ihre Produktionen ins Ausland verlagerten und günstige Materialien zur Devise erhoben, seiner Philosophie treu: Regionale Herstellung, heimisches Holz aus dem Sägewerk, hochwertige Kunststoffe aus der nahen Fabrik, dazu eine Menge Ideen und eigene Patente – wenn das kein Erfolgsrezept ist. Mit Nachhaltigkeitsbonus. (+++)

*) Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen gilt die gewählte Form in Ausführung des Art. 7 B-VG auf Frauen und Männer in gleicher Weise.

 

 

Reed Exhibitions Österreich

Reed Exhibitions Österreich ist eine Tochter des in London ansässigen Reed Exhibitions Konzerns (RELX-Group), der als einer der weltweiten Marktführer im Messe- und Veranstaltungsgeschäft in mehr als 40 Ländern tätig ist. Zur österreichischen Firmengruppe gehören Reed Exhibitions Messe Salzburg, Reed Exhibitions Messe Wien, Exklusivbetreiber der Messe Wien, und STANDout, eines der Top 20 europäischer Messebau-Unternehmen. Reed Exhibitions Österreich ist mit ~370 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an den Standorten Salzburg, Wien, Linz, Wels und Düsseldorf tätig.

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